Gewicht reduzieren, Strukturen optimieren

Treibmittel Masterbatche

Ihre Vorteile

  • Reduziertes Bauteilgewicht
  • Vermeidung von Einfall- und Hohlstellen
  • Optimierte Schaumstrukturen / Strukturschaum

Funktionen

  • Gezielte Gasfreisetzung zur Schaumbildung
  • Dichtereduzierung und Materialeinsparung
  • Verbesserung von Oberfläche und Maßhaltigkeit

Geeignete Polymere

  • PE, PP, PS, EVA, PA
  • UNI-Träger
  • Weitere auf Anfrage

Typische Anwendungen

  • Spritzguss
  • Extrusion von Profilen und Rohren
  • Strukturschaum-Anwendungen

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Einsatzbereich

Einsatzbereiche und Anwendungen

Treibmittel Masterbatche werden eingesetzt, um Kunststoffartikel gezielt aufzuschäumen oder Einfall- und Hohlstellen im Spritzguss zu vermeiden. Typische Einsatzfelder sind:

  • Spritzguss von Struktur- und Leichtbauteilen
  • Extrusion von Profilen, Rohren und Bändchen
  • Herstellung geschäumter oder gewichtreduzierter Kunststoffprodukte

Sie finden Anwendung in unterschiedlichen Polymer- und Prozesssystemen, abhängig vom eingesetzten Treibmitteltyp.

Einsatzgrund

Wann Treibmittel in der Kunststoffverarbeitung Vorteile bieten

In vielen Anwendungen sind Gewichtsreduktion, Materialeinsparung oder die Vermeidung von Einfallstellen entscheidende Qualitätsmerkmale. Ohne geeignete Schaumlösungen können lange Kühlzeiten, Oberflächenfehler oder inhomogene Bauteilstrukturen auftreten.

Treibmittel Masterbatche ermöglichen eine kontrollierte Schaumbildung, verbessern die Bauteiloptik und unterstützen stabile Prozesse – sowohl im Spritzguss als auch in der Extrusion.

Funktion und Wirkungsweise

Chemische Treibmittel für Kunststoffe

Für Treibmittel Masterbatche werden überwiegend chemische Treibmittel eingesetzt, die sich bei einer definierten Temperatur unter Gasbildung zersetzen. Man unterscheidet dabei zwischen endothermen und exothermen Systemen.

Endotherme Treibmittel setzen ab ca. 140°C Kohlendioxid frei und verbrauchen dabei Wärme. Die Gasabspaltung endet mit dem Stopp der Wärmezufuhr, wodurch kein Nachblähen auftritt und kürzere Kühlzeiten möglich sind.

Exotherme Treibmittel zersetzen sich ab ca. 170°C unter zusätzlicher Wärmefreisetzung. Die Reaktion verläuft autokatalytisch, ist nicht steuerbar und kann zu Nachblähen, längeren Kühlzeiten und erhöhter Schlierenbildung führen.

Übersicht

Arten von Treibmitteln

Endotherme Treibmittel

Kontrollierte Gasfreisetzung ohne Nachblähen, kurze Kühlzeiten, gute Oberflächenqualität; eingeschränkt korrosiv wirkend auf niedriglegierte Werkzeugstähle.

Exotherme Treibmittel

Hohe Gasdrücke für spezielle Anwendungen, z. B. in der Rohr- und Profilextrusion; längere Kühlzeiten und Zwischenlagerung erforderlich.

Spezielle Treibmittel-Systeme

Kombinationen mit Slip- oder Nukleierungskomponenten zur Optimierung der Schaumstruktur, der Entformung und bei langen Fließwegen.

Individualisierungen

Individuelle Anpassungsmöglichkeiten von Treibmittel-Masterbatche

Treibmittel Masterbatche können gezielt an Polymer, Prozess und Bauteilgeometrie angepasst werden. Dazu zählen:

  • Auswahl des Treibmitteltyps (endotherm oder exotherm)
  • Anpassung der Wirkstoffkonzentration
  • Kombination mit weiteren Additiven / Pigmenten (Kombi-Masterbatche)

So lassen sich maßgeschneiderte Lösungen für Strukturschaum, Gewichtsreduktion oder spezielle Extrusionsanwendungen realisieren. Lebensmittelkontakt ist ausschließlich bei endothermen Treibmitteln möglich (ggf. mit Einschränkungen und entsprechender Dokumentation).

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